Holpriger Start des neuen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms

Das neue Brustkrebs-Früherkennungsprogramm, das seit Jänner 2014 in Österreich läuft, hat einen holprigen Start hingelegt. Es gab heftige Kritik, dass diejenigen Frauen, die zur Mammografie gehen wollten, nur erschwert durften, während jene, die eingeladen wurden, das Angebot bisher nur zögerlich annahmen. Mit Beginn Juli traten einige Neuerungen in Kraft, die dazu dienen sollten, dass mehr Frauen hingehen, um sich ihre Brust röntgen zu lassen. Man wird sehen, wie das Programm nun läuft. In der aktuellen Juli/August-Nummer der “Welt der Frau” habe ich dazu einen Artikel gestaltet.

Es bleibt überhaupt abzuwarten, wie sich das Programm auf die Brustkrebs-Rate auswirken und welche Vor- und Nachteile es mit sich bringen wird. Das Problem ist meiner Ansicht nach auch immer die Angst, die mit solchen Programmen und der dazugehörigen Bewerbung geschürt wird. Eine Angst, die dann wiederum mit der beworbenen Untersuchung behoben werden kann. Aber viele Frauen können wiederum beruhigt werden. Wie immer bei solchen umstrittenen Fragen, bleibt letztlich die Entscheidung bei der einzelnen Frau, was nicht nur Autonomie, sondern auch Verantwortung für die getroffene Entscheidung bedeutet. Keine einfache Sache.

 

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