Babypause

Mit der Sommer-Ausgabe der “Welt der Frau” trete ich meine Babypause an.

Neben meinem Artikel über erste Sexualität trete ich in dieser Ausgabe auch als Interviewpartnerin in Erscheinung – in dem empfehlenswerten Themenschwerpunkt von meiner Kollegin Dagmar Weidinger zum Thema: Kinderkrippe – wie der Einstieg gelingt.

Ein toller Schwerpunkt, der für betroffene Eltern sehr wichtige Tipps beinhaltet! In dem Artikel berichte auch ich über meine Erfahrungen zum Thema Krippeneinstieg. Bei beiden Kindern war die Eingewöhnung mühsam und tränenreich (bei Kind und Mama), aber später gingen beide sehr gerne in die Krippe, Kindergarten und Hort. Was ich nur raten kann: Viel Zeit nehmen, vorher mit den Pädagoginnen über das Prozedere sprechen und den Kleinen zu Beginn nur kurze Betreuungszeiten außer Haus zumuten!!

Worüber ich nachdenke, ist der Anspruch mancher Eltern, solange bei ihren Kleinen im Gruppenraum zu bleiben, bis diese von sich aus Vertrauen in die Pädagoginnen gewonnen haben und ohne Tränen die Eltern verabschieden (das kann auch Wochen dauern). Ich finde, das ist ein schönes aber oftmals unrealistisches Ideal, das in der Praxis schwer umsetzbar ist und viel Druck aufbaut, so meine Erfahrung. Manche Kinder würden sich so nie an die Gruppe und Pädagoginnen gewöhnen und die anderen Kinder stört es möglicherweise wiederum, wenn andere Mamas/Papas lange in der Gruppe bleiben dürfen, während ihre wieder gehen. Ich finde, in der Praxis sollte man einen Mittelweg gehen: die ersten Tage sehr wohl dabei bleiben, dem Kind viel Zeit geben für die Eingewöhnung sowie langsam und behutsam vorgehen; ihm aber auch zutrauen, dass es emotional gefestigt ist, um neue Beziehungen aufzubauen, und ihm das Gefühl geben, dass es in der Krippe Schönes erleben wird – auch mal ohne Mama und Papa. So dass wirklich alle davon profitieren – ohne Schuldgefühle!

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